Jugend creativ 2019

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Klänge, Melodien und Rhythmen hören oder selber erzeugen - dabei fröhlich oder in sich gekehrt sein: Musik bewegt und berührt uns auf vielfältige Art. Das zeigten uns eindrucksvoll die Klassen 5a, 5b, 5c und 6a mit Wachsmalstiften. Nach einer Einführung in das Thema abstrakte Kunst lauschten sie je einem ausgesuchten Musikstück und bannten ihre Stimmungen abstrakt, nur mit Farbe, Form und Duktus auf Papier. Hanna Ewers aus der Kl. 5b konnte mit ihrem Bild zur Komposition „Mars“ von Gustav Holst die Jury überzeugen und damit den 3. Platz beim Wettbewerb Jugend creativ 2019 zum Thema „Musik bewegt“ der Klassen 5-6 belegen. Bei der Auswahl der Kompositionen waren die Musiklehrer Antje Berens und Ralph Pompe behilflich.

Parallel dazu zeichneten alle 5er und 6er mit Buntstiften ihren individuellen Bezug zur Musik. Die Klassen 6a und 6b setzten unterstützend Tuscheakzente ein. Mit ihren Zeichnungen belegten Larissa Gehlen und Tim Wiens aus der Kl. 6a den 1. und 2. Platz.

Andere Gedanken, wie sie das Thema „Musik bewegt“ bildhaft darstellen könnte, machte sich die Klasse 8b. Mit der Überlegung Musik verändert meinen Raum und bringt Farbe in mein Leben brachten alle Schüler ihr Zimmer in grauen, schwarzen und weißen Tönen zu Papier und ließen die Musik mit Farbe einziehen. Da die Jury die Arbeiten von Chiara Barleben, Tobias Bales und Dominik Dederichs gleich gut fanden, belegten in der Altersklasse 7.-9. Klasse alle drei jeweils den 1. Platz.

Sehr originell und ansprechend ist das selbständig erarbeitete Bild von Vanessa Klimek, die den 1. Preis in der Klasse 10-13 errang. Zu ihrem Bild schreibt sie: „Der Hintergrund soll ein Universum darstellen, das einen Verlauf von Hell- zu Dunkelblau aufweist. Dafür habe ich Acryl- und Wasserfarbe verwendet. Auf die blaue Basis habe ich dann weiße Acrylfarbe gesprenkelt.

Die Person im Vordergrund hat schwarze Kopfhörer an, welche mit Bleistift nachschraffiert wurden. Das Gesicht besteht aus weißer Acrylfarbe als Basis und Bleistift für die Details.

Der sichtbare Teil des Oberkörpers besteht aus einer Collage von Wörtern, die ich mit Musik verbinde.

Auffällig sind auch die Augen, die die gleiche Struktur wie der Hintergrund aufweisen. Damit wollte ich deutlich machen, dass man mit Musik die Welt und die Dinge anders sieht und Musik uns im alltäglichen Leben begleitet und beeinflusst. Das Universum verdeutlicht die unendliche Spannweite der Musik und dass man sich mithilfe von Musik in eine andere Welt hineinversetzen kann. Die Kopfhörer sollen ein Symbol für die Musik sein. Das Gesicht ist eher schlicht gehalten, da ich zeigen wollte, dass man sein äußeres Erscheinungsbild weniger wahrnimmt, da man die Emotionen und alles, was man mit Musik verbindet, bezogen auf die Collage, welche die Vielfalt der Musik verdeutlicht, in den Vordergrund stellt. Hinzukommt, dass man sich mit Musik identifizieren kann, indem man sich in den Wörtern der Collage in Verbindung zur Musik wiederfindet.“

Yvonne Delisle