Riesenkürbisse auf Reisen

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Unsere Klasse, die Vulkanklasse, hatte während der Corona-Zeit ein ganz besonderes Projekt: Wir haben Riesenkürbisse gezüchtet, die im Oktober zu Booten ausgehöhlt werden, um mit der ganzen Klasse an der Kürbisregatta am Krewelshof teilzunehmen. Natürlich kann man nicht jede Sorte für ein „Kürbisboot“ nehmen. Am besten eignet sich der „Atlantic Giant“, ein Riesenkürbis, der ca. 300kg schwer wird.  Also besorgte Frau Hartmann 15 Riesenkürbissamen und züchtete für uns kleine Kürbissetzlinge vor. Als sie ungefähr 10 cm groß waren, traten die Kürbissetzlinge in kleinen Töpfen ihre Eifel-Rundreise an. Frau Hartmann stellte uns je einen Setzling vor die Tür und jetzt konnte die Kürbiszucht beginnen! Zuerst gaben wir unseren Kürbissen einen Namen. Mit dabei waren z.B. Edgar, Timmi, Jeff, Franz und Otto. Frau Hartmanns Pflanze hieß „Kürbelix“. In unserer Klassencloud konnten wir immer aktuelle Kürbisbilder austauschen und uns Tipps geben. Manche haben zum Beispiel den Kürbis mit Kompost, Pferdeäpfeln, Kaffeesatz oder einer ziemlich stinkenden Brennnesseljauche gedüngt. Kürbisse scheinen auf jeden Fall auf alles zu stehen, was stinkt, da waren wir uns einig. Manchmal gab es natürlich Notfälle (wie z.B. eine abgeknickte Ranke oder ein gelbes Blatt) – zum Glück konnte aber überall erfolgreich Erste-Hilfe geleistet werden (einmal wurde sogar ein Kürbis geschient!). Es gab auch ein paar Fake-News-Bilder: Bei manchen Kindern wuchsen plötzlich Mohrrüben, Paprika, Tomaten, Ostereier oder sogar Pommes an den Pflanzen. Am ersten Mai gab es dann auch einen mit Bändern geschmückten Maikürbis. Jetzt kann man an den meisten Kürbissetzlingen schon erste Blüten erkennen (es gibt männliche und weibliche Blüten) und in einer Woche (wenn es nachts nicht mehr so kalt ist) können die Kürbisse dann nach draußen umziehen – natürlich bekommt unser Schulgarten dann auch eine Kürbispflanze! Wir sind auf jeden Fall gespannt auf unsere Kürbisse und freuen uns schon auf die Kürbisregatta!