Lehrer-Schüler-Cup 2019

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Die Parallelen zu Franz Beckenbauer, der einst in sich gekehrt den WM-Triumph seiner Mannschaft auf dem Rasen des Olympiastadions von Rom genoss, waren unverkennbar: Abseits der ausgelassen jubelnden Spielertraube schlenderte Marcel Meyer an jenem Montagnachmittag gedankenverloren über das regennasse Grün des Waldstadions. 

Wenige Augenblicke zuvor hatten seine Schützlinge vom FC Antifußball den Turnierfavoriten FC Lieberampool in einem packenden Finale besiegt und sich den begehrten Lehrer-Schüler-Cup 2019 gesichert. Coach Meyer hatte innerhalb von zwei Jahren aus einem Haufen pubertierender Jungs nicht nur passable Englischschüler, sondern auch Gewinnertypen geformt. Verstärkt durch Andreas Bellgardt, der seinem Ruf gerecht wurde, tatsächlich für jedes Problem an unserer Schule eine Lösung zu haben, eilten die Meyer-Mannen von Sieg zu Sieg.

Nach einer unglücklichen Halbfinalniederlage behielt Mensch-ist-der Stefan-united um den (immer noch) brandgefährlichen Stefan Berger im vielleicht hochklassigsten Spiel des gesamten Wettbewerbs die Oberhand und errang den mit hochwertigen Einhorn-Schreibutensilien dotierten dritten Platz.

Meistermacher Meyer dankte in seiner Siegesrede seinem Team und fand darüber hinaus anerkennende Worte für „alle Mannschaften, die sonst noch mitgespielt haben“, die aber aufgrund ihrer Leistung oder der teils zweifelhaften Namensgebung keinen Eingang in diesen Turnierbericht finden.

Abgesehen von einem für alle Beteiligten spaßigen Nachmittag sollte auch der gute Zweck nicht zu kurz kommen: Für jedes der 62 geschossenen Tore spendete die SV einen Euro zugunsten der aktuellen Wohltätigkeitsaktion der Q1. Ergänzt um den zugegebenermaßen überschaubaren Gewinn von 22 Euro aus dem Verkauf von Hotdogs und Getränken ergibt sich aufgerundet ein Betrag von 100 Euro.

Philipp Schuh