„Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht“

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Dieses Lied begleitete uns durch den Morgenimpuls der Klassen 9 und der Jgst. Q1, in dem das Leben der Hl. Elisabeth, einer deutschen Landgräfin, im Mittelpunkt stand.  Es spielt an auf die Legende der Heiligen Elisabeth. Obwohl sie als Adlige keinen direkten Kontakt zu den Ärmsten haben sollte, versorgte sie die Menschen persönlich mit Lebensmitteln. Als ihr Mann sie dabei erwischte und ihren Brotkorb kontrollieren wollte, verwandelten sich die Brote in Rosen. “Ich habe es doch gesagt: Wir müssen die Menschen froh machen!“ Dieses Zitat war auch ihr Lebensmotto. Sie lebte zu Beginn des 13. Jahrhunderts, wurde nur 24 Jahre alt, doch sie sollten ausreichen, um sie als Heilige in die Geschichte eingehen zu lassen.

Was veranlasst bis auf den heutigen Tag Menschen, Elisabeth neu zu entdecken?

Sie hat Zeichen gesetzt, indem sie sich radikal und konsequent auf die Seite der Schwachen und Armen gestellt hat. Sie weigerte sich, unrechtmäßig erpresstes Geld und Gut zu nutzen. Lieber hungerte sie, als Lebensmittel zu essen, die den Armen abgepresst waren. Sie verteilte von ihrem Reichtum und gab Bauern Arbeitsschuhe und Ackergerät. Sie verschenkte kostbare Stoffe, die Frauen verkaufen und damit ihre Schulden bezahlen konnten. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie die Wartburg und wählte die radikale Armut. Elisabeth gründete Krankenhäuser und stellte sich selbst in den Dienst der Kranken, pflegte sie und schenkte ihnen Zuwendung.

Heute entdecken immer mehr Menschen Elisabeth von Thüringen neu: als Frau in der Nachfolge Jesu, als Heilende und Heilige der Solidarität mit den Armen, die Gerechtigkeit nicht nur predigte, sondern lebte.

Elisabeth – ein Vorbild für uns?!

 

Astrid Sistig, Schulseelsorgerin