Essay-Wettbewerb

für das Jahrbuch der Clara-Fey-Schule

  • Essay

In diesem Jahr schreibt die Redaktion des CFS-Jahrbuches erstmals einen Essay-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (EF, Q1, Q2) unserer Schule aus.

Ein konkretes Thema wird nicht vorgegeben. Wohl aber sollen die eingereichten Essays entweder eine gesellschaftliche Relevanz oder einen konkreten Bezug zu schulischen oder unterrichtlichen Themen aufweisen.

Der Umfang der eingereichten Essays sollte 6000 bis 9000 Zeichen (mit Leerzeichen) umfassen. Einsendeschluss ist der 21. Oktober 2020 (Eingangsdatum). Die Einsendungen erfolgen ausschließlich in digitaler Form (als Anhang im Word-Format, Arial-Schrift 12 Punkt) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wobei am oberen Rand der ersten Seite der Name der Autorin / des Autors, die Jahrgangsstufe und der Titel des Essays anzugeben sind.

Eine fachkundige fünfköpfige Jury wählt die besten drei Essays für die Prämierung aus, die freundlicherweise vom Förderverein der Clara-Fey-Schule gesponsert wird. Der erstplatzierte Essay ist mit einem Sachpreis im Wert von 100 Euro dotiert und wird im Jahrbuch 2020 und zusätzlich auf den digitalen Kanälen der Schule publiziert. Die beiden Essays auf dem zweiten und dritten Platz werden auf den digitalen Kanälen publiziert und mit Sachpreisen im Wert von 60 bzw. 40 Euro ausgezeichnet. Die drei prämierten Autor/inn/en erhalten zusätzlich eine offizielle Urkunde über ihre Auszeichnung.

Die Kriterien der Jury sind wie folgt:

Gesellschaftliche Relevanz und/oder schulischer bzw. unterrichtlicher Bezug

Sachliche Fundierung und Informationsgehalt

Originalität und Eigenständigkeit der Darstellung

Überzeugungskraft der Gedankenführung

Sprachlich-stilistische Gestaltung

 

EINIGE HINWEISE FÜR ALLE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER, DIE SICH FÜR DEN WETTBEWERB INTERESSIEREN:

 

WAS IST EIN ESSAY?

Der Essay ist, anders als der wissenschaftliche Aufsatz, die Analyse oder die Erörterung, eine sehr freie Form des nicht-fiktionalen Schreibens, in der ein/e Autor/in ein bestimmtes Thema beleuchtet und dabei auch den eigenen Standpunkt bezüglich dieses Themas darlegt. Begründet wurde diese (im Grunde: literarische) Form des Schreibens durch den französischen Dichter und Philosophen Michel de Montaigne im 16. Jahrhundert. Jeder Autor / Jede Autorin „erfindet“ in dem jeweiligen Essay gewissermaßen selbst die Form der Darstellung. Daher spielen Originalität und Eigenständigkeit der Darstellung eine große Rolle. Zugleich müssen die transportierten Informationen natürlich fundiert und sachlich-terminologisch richtig sein (wobei auf wissenschaftliche Belegverfahren und Anmerkungen verzichtet wird). Im Zusammenspiel von Informationsgehalt und Darlegung des eigenen Standpunkts ergibt sich die Überzeugungskraft der Gedankenführung. Dabei geht es aber nicht darum, wie z. B.  oft in der politischen Rede (und manchmal auch in der klassischen Erörterung), die Leserschaft zu „überreden“. Vielmehr ist es das Ziel des Essays, den Leser/innen einen Standpunkt auf feinfühlige Weise nahezubringen und sie damit zu bereichern. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch die sprachlich-stilistische Gestaltung von großer Bedeutung.

 

WIE FINDE ICH EIN THEMA? – WIE GESTALTE ICH EINEN ESSAY?

Das Thema sollte, so heißt es in der Ausschreibung, „gesellschaftliche Relevanz“ oder „schulischen oder unterrichtlichen“ Bezug aufweisen. Zunächst einmal ist wichtig: Es sollte ein Thema sein, das der Autorin bzw. dem Autor wichtig ist, das bewegt, das gewissermaßen „unter den Nägeln brennt“ und das – natürlich – auch für Leserinnen und Leser interessant sein könnte. Oft sind das Themen, die auch in der öffentlichen Diskussion eine Rolle spielen und die unterschiedliche Standpunkte zulassen.

Um dem Essay ein stabiles Fundament zu geben, ist sicherlich an erster Stelle eine solide Recherche über seriöse Quellen erforderlich, die dann in dem Essay funktional ausgewertet werden. Auf dieser Basis kann die Autorin bzw. der Autor dann ihren bzw. seinen spezifischen Standpunkt zu dieser Thematik darlegen. Die eigene Position steht durchaus im Zentrum des Essays, wobei sich aber hier deutliche Unterschiede sowohl zur „klassischen“ Erörterung als auch zu appellierenden Textsorten wie z.B. der politischen Rede zeigen.

Ein guter Essay vermeidet alles Suggestive und Manipulative. Dabei ist die stilistische Gestaltung aber sehr frei. So wählen viele Essayist/inn/en z.B. einen unkonventionellen Einstieg, dessen Bezug zum Thema erst im Verlauf des Essays sichtbar wird. Entscheidend ist, dass der Essay in Inhalt, Sprache und Form auf eine bereichernde Weise bei Leserinnen und Lesern ankommt.

 

Wir wünschen gutes Gelingen und freuen uns auf eure Beiträge!

Christoph Leisten und Marcel Meyer